Die Liebe stand stets für mich an erster Stelle. Sie ist das was mein Le-ben ausmacht, ihm einen Sinn gibt und es komplettiert. Ohne "Sie" wüßte ich nicht, wieso ich überhaupt noch leben sollte und vor allem für wen. Ich möchte immer für jemanden da sein, muss es sogar und brauche folgend auch eine Person, die dasselbe für mich empfindet, meine Gedanken, Emotionen und Freuden teilt. Ein Mädchen, mit dem ich über alles reden kann und das mit mir gemeinsam den Weg unseres Lebens antritt. Denn was wäre es für ein trauriges Dasein, wenn man alles was man erlebt mit niemandem teilen kann? Hierbei immer wieder faszinierend, wie sehr sich die Geschichte, das eigene Leben und das unserer Nachfahren wohl ändern würde, hätte ich ein Leben lang eine andere Frau, als jene, welche einmal die Hauptrolle spielen wird...
Mat kann die Liebe schwer in Worte fassen und wenn man ihre Vielfalt selbst noch nie erlebt hat, bringt einem das Lesen dieser Sektion auch nicht viel, nehme ich an. Es ist auch schwer einfach irgendwo in der Unendlichkeit dieses Gefühls anfangen zu wollen und andere, wichtige Dinge wiederum nicht wegzulassen, aber ich versuch es: Meinen ersten Liebesbrief schrieb ich am 10.01.1993 an ein Mädchen namens Isabel, während ich Guns 'n Roses hörte. Sie schrieb einige Zeit später auch zurück und das stellte meine erste, bittere Enttäuschung dar :) Doch wenn ich die Tagebücher von damals wieder hervorhole und die ent-sprechenden Abschnitte lese, finde ich Sätze wie: "Aber ich hatte eh nichts zu verlieren, denn ich hatte ja niemals gewonnen." und "Nur weil sie mich nicht liebt, kann ich jetzt nicht behaupten, dass ich sie auch nicht mehr liebe!" Mein Sozialverhalten schien damals schon ziemlich ausgeprägt in Sachen "Liebe" zu sein und ich muss sagen, dass ich auch heute noch viele Einstellungen von damals mit mir teile, die in jener frühen Kindheit schon entstanden sein müssen (oder ist das eigentliche Wesen eines Menschen genetisch bedingt? Wohl eher nicht...) Von dem her könnte man kaum behaupten, dass ein Junge im Alter von 10 Jah-ren keine Ahnung von echten Gefühlen und Liebe haben kann. Das was ich damals gefühlt hatte für meine Freundinen, unterscheidet sich im Wesentlichen nicht dramatisch von dem, was ich z. B. in meiner letzten Beziehung empfand (bis auf die Tatsache, das man einen geliebten Menschen nach 3 1/2Jahren besser kennt, als sonst irgendjemanden oder Etwas auf Gottes Welt). Gelernt haben wir allerdings: "Für im-mer" ist gar nicht so lang... und ... Isabel, aus dir ist (wie erwartet) eine sehr hübsche Maus geworden.
Meine erste Freundin hatte ich in der 3. Klasse. Wir kamen zusammen und ihre Freundin war auch in meinen Kumpel verknallt, was für uns dann viele coole Tage zu viert im SSV bedeutete. Außer Händchen hal-ten und auf den Mund küssen lief zwar nicht viel, aber das brauchte es damals auch gar nicht. Es war völlig in Ordnung so und eine verdammt schöne Zeit. Wir machten Würfelspiele, rannen im Regen herum, spiel-ten Verstecko und Fango und Scheißdreck und hatten einfach unbe-schwerten Spass, Zeiten die wir heute Jugend nennen. Irgendwann je-doch trennten sich die Wege, als die Grundschulzeit sich ihrem Ende neigte und so verliefen auch beide Beziehungen im Sande. Was folgte, waren die üblichen Scharmützel eines Teenagers (die auch nie besonders lang waren: von einem Tag bis hin zu einem halben Jahr), die aus den üblichen Gründen wieder beendet wurden. Wenn man jung ist, kann man nicht wirklich eine lange Beziehung führen. Es gibt zu viel Erfahr-ungen die man machen muss (und sollte), zu viele unterschiedliche Cha-raktere, die es wert sind kennengelernt zu werden. Ich finde es im All-gemeinen nicht nachteilig wenn ein Mensch viel ausprobiert, denn nur so lernt er kennen, wer wirklich zu ihm passt und welchen Typ von Partner er braucht. Und da gibt es meiner Meinung nach sehr viele. Dennoch strebte ich nach der Richtigen, der Einzigen, und wenn ich sie von Anfang an kennengelernt hätte bin ich mir sicher, dass es für den Rest des Lebens keine Andere mehr hätte sein müssen.
Aber nun gut: Es folgten also die Zeiten, in welchen man sich nachts um 23Uhr aus dem Fenster stahl, übern Acker heizte, seine Freundin traf und morgens um 5Uhr beim ersten Vogelgezwitscher wieder den Rück-zug antrat. Brr, kalt! Aber Mat-X liebt es solch Taten zu begehen (die hatten sowas Verbotenes an sich). Nach eigener persönlicher Selbst-überschätzung behaupte ich: Es war nie langweilig in meinen Bezieh-ungen und ich versuchte stets meine Freundin glücklich zu machen und zu schauen, dass es ihr gut geht (was allerdings irgendwo ein Fehler sein könnte, denn: siehe Gedankenzug am Ende dieser Sektion). Ich finde es auch sehr wichtig mit meinen Ex-Freundinen noch Kontakt zu haben und sofern möglich eine gute Freundschaft aufzubauen um wenigstens überhaupt einen Nutzen aus ner kaputten Beziehung zu ziehen. An-sonsten hat das Ganze ja überhaupt keinen Sinn gehabt und das finde ich immer sehr traurig. Insofern versteh ich mich eigentlich ziemlich gut mit den Mädels und viele sind mir immer noch sehr wichtig und zu Personen geworden, mit denen ich heute über alles rede und die immer einen Platz in meinem Herzen besitzen werden, wenn auch nicht ganz den Alten...
Was ich erwarte in einer Beziehung? Also mal abgesehen von den typischen Standard-Kompetenzen, die selbstverständlich sind und über die wir gar nicht reden brauchen (treu, ehrlich, lieb), das man sich ge-genüber dem Partner völlig öffnet und sich gegenseitig wirklich alles erzählen kann, denn Reden ist das Wichtigste in Beziehungen. Der Part-ner sollte gleichzeitig der beste Freund sein, mit welchem man alles un-ternehmen kann. Vertrauen ist natürlich sehr wichtig und das perfekte zwischenmenschliche Verständnis aller Verhaltensweisens des Anderen. Wenn mich jemand über "negative" Aspekte wie Eifersucht oder Der-gleichen fragen sollte, so würde ich antworten, dass das stets davon abhängt wie geliebt man sich fühlt in der Beziehung und wie gut diese funktioniert. Meine Freundin hat alle Freiheiten der Welt (außer viel-leicht nackt beim Ex zu übernachten) vorausgesetzt das nötige Vertrau-en ist da (und das muss man schließlich erst einmal gemeinsam aufbau-en). Jedenfalls würd ich mir gern beweisen, dass es auch in der heutigen Zeit, die nur zum Fremdgehen zu motivieren scheint, möglich ist eine Beziehung zu haben, die für immer hält... in diesem Fall ist das lang.
Meine letzte Beziehung ging 3 1/2 Jahre und Fini war die beste und liebste Freundin die man sich nur vorstellen kann... Nach so einer lan-gen Zeit habe ich gemerkt, dass man sehr anspruchsvoll wird. Klar, ich werde in jeder neuen Beziehung genauso viel Kraft und Liebe aufbrin-gen, wie in der Letzten (denn alles andere wäre unfair gegenüber einer neuen Freundin und außerdem wäre ich nicht ich wenn ich anderst han-delte) aber ich tu mir schwer die Richtige zu finden, die, bei der alles passt. Und das sollte es, wenn man auf Dauer glücklich sein möchte. Gut, man passt sich im Lauf der Zeit an, spricht viel miteinander, ar-rangiert sich und findet Wege aber schwerwiegende Charakterzüge und Einstellungen lassen sich nicht ändern. Und niemand kann, darf und sollte einen Menschen ändern, außer er selbst. Jaja, Ihr bringt jetzt das Argument, dass man sich sowieso erst im Laufe der Beziehung so rich-tig kennen- und liebenlernt aber ich mein, jeder kann ja zumindest sagen, mit wem er sich diese nun vorstellen kann oder nicht. Persönlich erwart ich nicht das meine Freundin genauso grey-c sein muss wie ich. Wenn ja ist das schön, wenn nein dann ist es auch gut einen Ausgleich zu haben. Es muss einfach eine typische Mat-X-Dame sein (diese zeich-nen sich meistens dadurch aus, dass sie nicht aussehen wie alle anderen sondern etwas Besonderes sind und etwas haben, das ich selbst nie be-schreiben könnte, wofür man aber sterben möchte. Optisch betrachet sind die Mädels hübsch, besitzen ein süßes Figürchen und sind das Gegenteil von Schl***en. Charakterlich sind sie einmalig...
Was mich bisher stolz machte war die Tatsache, dass ich es schaffe, lange Beziehungen zu führen, die besser sind als die der subjektiven Allgemeinheit und meines eigenen Beobachtungsfeldes. Bei vielen Leu-ten kann ich (leider) einfach feststellen, wie sich der Alltag einschleicht. Die Paare küssen sich weniger, sie halten fast nicht mehr Händchen und die zwischenmenschlichen Beziehungsebenen liegen derart auf Grund-eis, das es für mich so aussieht als betrachte ich zwei total fremde Per-sonen die nicht einmal mehr sich selbst treu zu sein scheinen. Man ver-steht sich nicht mehr so gut, die Liebe lässt nach und man bleibt höchs-tens noch aus Gewohnheit zusammen. Niemand kämpft mehr für die Liebe, niemand ist mehr bereit alles für den Anderen zu tun. Die Men-schen geben auf und laufen vor ihren Problemen davon anstatt sich ihnen zu stellen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Von mir selbst kann ich behaupten, dass die Liebe immer größer geworden ist und ich mit jedem neuen Tag meine Freundin und die Beziehung zu ihr mehr schätzen lernte. Ich habe die Gelegenheit gehabt, richtig lieben zu dürfen. Wir haben uns vermisst (selbst nach so einer langen Zeit) kaum dass wir 10 Minuten von einander getrennt waren. Selbst "Liebemach-en" wurde von Mal zu Mal schöner anstatt eintöniger und automa-tischer. Ich konnte beobachten wie im Verlauf der Beziehung, Sex zu etwas wurde, was vollkommener Liebe wohl am Nähsten kommt. Weit weg von purer Lust und Spass, hin zu etwas Einzigartigem. Es war die intensivste und einzigste Möglichkeit seiner Freundin völlig nah zu sein und sie voll und ganz zu lieben, zu verstehen, mit allen menschlichen Fehlern und Schwächen. Einfach unbeschreiblich, um jetzt hier mal ins Schwärmen zu geraten ;) Ich glaube, all die Menschen da draußen die richtig lieben o. geliebt haben, verstehen diese Zeilen und kennen das Gefühl. Jedenfalls bin ich mir ziemlich sicher, dass wir stets etwas völlig Unterschiedliches meinen, wenn ich von Liebe + Sex rede, und dies mit gehörten Erlebnissen von Freunden vergleichen soll.
Hat man einmal richtig geliebt, verschwindet dieses Gefühl nie wirklich ganz. Zu meiner Ex-Freundin werde ich mich immer auf eine bestimmte Art und Weise hingezogen fühlen. Sie war etwas Besonderes und sie bleibt es somit auch. Es verbindet zu viel, als dass man sich jemals völlig gleichgültig werden könnte. Die Freundschaft, die aus unserem Wissen über den Anderen und unserer zerflossenen Liebe keimt, wird mit kei-ner anderen vergleichbar sein können. Die beste Freundschaft, die es zwischen einem Jungen und einem Mädchen geben kann. Darauf freu ich mich... (in 1 Jahr sieht's wahrscheinlich doch ganz anderst aus ;)
... und noch was (Tagebuchauszug vom 16.04.1999): Es macht nichts aus ob das Mädchen, das du liebst, Dich liebt oder nicht. Besteht nicht die Hauptsache darin, dass die Gefühle für sie echt sind, ob sie erwiedert werden oder nicht? Sie lieben zu dürfen allein, müsste mich doch glück-lich stellen. Und der Gedanke daran, dass dieses Mädchen ganz genau weiß, was ich für sie empfinde...
Ohne alles durch eine rosarote Brille zu sehen, mache ich meine Freun-din gern zum Wichtigstem in meinem (Sozial-)Leben. Ich halte viel von der Liebe und ich meine heutzutage wenig Leute zu sehen, die das Glück haben durften, bis ins hohe Alter eine Ehe zu genießen und dem Lebenspartner immernoch Wertschätzung, Achtung und Treue entge-genzubringen. Wenige Menschen machen sich die Mühe jemand Neuen genau kennenzulernen und einmal hinter die Fassaden seines Seins zu schauen. Wir leben in einer Welt, wo Zusammenhalt nicht mehr so wichtig ist wie früher und jeder nur auf sich schaut. Wenig Platz für Liebe neben Freunden, Beruf und der eigenen Selbstverwirklichung. Die Menschen sind egoistisch, sehen in Beziehungen höchstens Stress, Ar-beit und Probleme. Traurig...
Abschließend noch einige Anmerkungen: Wenn in eurer Beziehung et-was nicht stimmt oder ihr merkt, dass dem Partner etwas nicht recht ist, dann redet darüber und schafft die Sache aus der Welt. Es gibt nichts, was man nicht auch irgendwie lösen könnte und Beziehungen sind nur dazu da Spass zu haben und glücklich zu sein. Keiner muss leiden oder irgendetwas ertragen, was ihm eigentlich nicht passt. Stellt euch den Problemen und wartet nicht, bis es irgendwann mal zu viel werden und schon über Schlussmachen oder "ne Pause einlegen" geredet wird. Wenn es soweit kommt, läuft schon ziemlich viel falsch. Lernt die Per-sönlichkeit des Anderen schätzen und liebt ihn als Mensch (mit all sei-nen Fehlern, denn gerade die sind es, die ihr später vermissen werdet). Seit ihr an dem Punkt, wo selbst das Aussehen zweitrangig wird und ihr den reinen Menschen an sich liebt, dann wisst ihr dass es der/die Rich-tige ist. Geht außerdem nicht schon in den ersten Wochen miteinander ins Bett. Sex mit jemandem den man nicht kennt und dem man nicht voll vertrauen kann ist nie gut (ausgenommen One-Night-Stands) und auch für die Entwicklung der weiteren Beziehung oftmals nachteilig. Schaut zuerst auf das eigene Verhalten und die eigenen Fehler. Haltet immer zusammen, den ihr liebt euch und auch bei Streitereien ist es immernoch euer Partner, der doch eigentlich die wichtigste Person für euch ist. Also habt ihn lieb auch wenn ihr genau wisst im Recht zu sein und eigentlich nicht nachgeben zu müssen. Lasst jedem seine Freihei-ten, seine Freunde und Freundinen, selbst wollt ihr doch auch nicht eingeschränkt werden. Folgt immer dem eigenen Herzen und behaltet in eurem Verstand was richtig ist und was falsch. Haltet die Liebe aufrecht und sorgt auch noch nach Jahren dafür, dass es die beste Beziehung bleibt. Und seid euch trotzdem nie sicher das es für immer halten wird.
(: -Dr. Mat- :)
Mein Leben ohne Fini? Die Welt die sich nun um mich dreht ist nicht mehr dieselbe. Dinge, die mir vor dieser Beziehung viel bedeutet und großen Spass gemacht haben sind belangloser geworden und es scheint nichts mehr zu geben was mich hundertprozentig glücklich macht oder auch nur annähernd so erfüllt wie in meinem Leben mit ihr. Dies alles hat einer großen Leere Platz gemacht, die nicht recht zu verschwinden scheint. Ich kann meine Gefühle, gleich positiv oder negativ, mit nie-mandem mehr teilen und vieles bleibt unausgesprochen. Bei allen ad-ventures die ich so erlebe ist sie nicht mehr dabei und das macht die ganze Sache sehr sinnlos. Gehe ich heute einen Tag zum Baden muss ich den Spass im Extremen suchen, weil ich anderst schon gar keinen mehr haben kann. Ging ich mit Fini einen Tag zum Baden so war das etwas, was die Beziehung noch inniger, noch fester machte und es war nicht einfach nur ein schöner Tag, sondern ein Stück Geschichte mehr, die wir schrieben und die uns verband, unsere Beziehung ausmachte. Alle Dinge hatten ihren Reiz verloren, alles ist schon zu oft gemacht worden und wenig Neues bietet sich, dass völligen Spass und Lebensintensität ver-spricht. Ich musste die leeren Seiten wieder alleine füllen.
Am Anfang war es besonders schwer... Hätte mir damals genauso gut das Eintrittsgeld für jeden Club in dem ich war sparen können, denn drinnen saß ich nur rum und alles widerte mich an. Hat man einmal so eine gute und gefühlvolle Beziehung hinter sich, gibt man sich schwer mit etwas zufrieden, das schlecher ist. Und für mich war alles schlech-ter. Jede einzelne Frau war schlechter als meine Fini. Niemand konnte und würde mich jemals so verstehen, wie sie mich verstanden hatte, mein Leben, meine Gedanken, mich selbst. Aber das war es auch nicht, was mich bedrückte. Ich war mit dem Kopf ganz wo anderst, als an eine neue Beziehung denken zu können. Ich war bei ihr, wir waren immer-noch eins im Denken und im Handeln, da wir uns im Laufe der Zeit sehr gut aneinander angepasst hatten. Und ich fragte mich jeden Tag, was sie wohl tut und war unfähig mein Leben alleine weiter zu führen (mir fehlte so unsagbar viel, ich hatte sie über alles geliebt und nichts war wie vorher). Seit dem sind nun etwas mehr als 7 Monate vergangen, ich musste lernen sie loszulassen und ich habe es (fast) soweit geschafft wieder ein "normaler Bub" zu werden. Nur manchmal erscheint sie mir noch in meinen Träumen und ich frage mich nach dem Erwachen was sie mir dieses mal mitteilen wollte und weiß nicht ob ich traurig oder fröhlich sein soll, sie "gesehen" zu haben. Ich zweifle dann am "Rezept des Lebens", am Lauf der Dinge, ja an Gott selbst! Weshalb lässt er Menschen (mich) so unendlich lieben, nur um sie wieder von einander zu trennen? Wär es da nicht besser, die große Liebe überhaupt niemals zu spüren? Tief im Innern kenn ich die Antworten: Nein, man muss dafür dankbar sein, richtige Liebe geben und empfangen zu dürfen. Und man darf Gott für nichts verantwortlich machen. Wir haben unser Leben in den Händen, nicht er - egal was wir tun und sind.
Ich spüre die unsichtbaren Bände fast schon schmerzhaft und mach mir dann oft Gedanken, ob es ihr in diesem Moment genauso ergeht und weshalb Menschen leiden müssen. Wieso sie die Schienen so legen, dass kein Weg an Schmerz und Tränen vorbei führt. Man tut Dinge die man nicht tun muss nur damit sie getan sind. Und lebt weiter mit dem Ge-fühl das es richtig war.
Wenn ich heute an Fini denke, betrachte ich sie und alles was je zwisch-en uns war mit einer Mischung aus tiefer Zuneigung, Dankbarkeit und einer Spur von Trauer, aber ich lächle dabei... Wenige Menschen wer-den das, was sie jetzt schon ist. Und ich bin sehr dankbar dass es solche Menschen gibt, denn ohne sie könnte meine Welt nicht mehr existieren oder wäre zumindest ein sehr einsamer Ort. So verbleibe ich nun in der Hoffnung auf die nächste und hoffentlich letzte besondere Person für mein Leben...
Was jetzt noch als Antwort übrig bleibt ist höchstwahrscheinlich bezo-gen auf die Frage: "Weshalb schreibt ein Mensch so viel Intimes auf, ist es doch für jeden Besucher hier zugänglich?" Nun, ich denke ich re-flektiere die Allgemeinheit mit diesen Zeilen. Außerdem habe ich nichts Schlimmes an diesen Texten gefunden was man verbergen sollte. Mein Leben ist kein Geheimnis und ich wüßte auch nicht wieso ich es zu ei-nem machen muss. Ich bin letztendlich ein Jemand unter Vielen. Menschen, die mich für das hier verurteilen, werd ich nie meine Freunde nennen. Und somit interessieren mich diese Leute erst gar nicht. Umso mehr wir uns gegenüber Anderen öffnen, umso mehr können wir zurück bekommen und wenn jeder nur in seiner kleinen Welt für sich bleibt, dann wünsch ich ihm viel Vergnügen dabei. Es bestehen große mentale Unterschiede in den Denkweisen Vieler, doch ich bin glücklich mit mir und wie ich bin und das ist etwas was ich sehen und fühlen kann! Wie will man neue Inseln entdecken wenn man nicht den Mut hat das eigene Festland zu verlassen? Empfehlung: les deine alten Liebesbriefe!
Einer der Sätze, die mir in letzter Zeit durch den Kopf geistern (und leider total im Widerspruch zum Rest der Sektion steht):
Never try to make someone happy.
Try to make yourself happy.
MAT